Hansestadt Shantychor

13. September 2011 | Von Die Bildidee | Kategorie: Musik

Shanty Chor Hansestadt Herford in Heiligen Hafen

Hansestadt Shantychor bei ISSA-Festival

Der Shantychor Hansestadt Herford war beim 7.ISSA-Shanty-Ostseefestival (International Shanty and Seasong Assocition) dabei. Ein Teil des Herforder Chors startete am 4.September in Richtung Kiel-Holtenau. Im Hafen lagen schon die 11 prächtigen Traditionssegelschiffe und warteten auf die SängerInnen. Rund 350 Gesangsstimmen hatten sich zu diesem Ereignis angemeldet. Selbst die Schweiz war mit einem Chor vertreten. Nach der Einklarierung (an Bord gehen) wurden schon die Gesänge auf dem Kai, am Deck oder im Lokal angestimmt. Dafür gab es Applaus von den Zuhörern.

Am Montag ist man dann im Konvoi nach Heiligen Hafen gesegelt. Der Herforder Hansechor befand sich auf der „Pegasus“ mit Skipper Wietze van der Laan am Steuerrad. Die Sänger mussten beim Segeln Handanlegen und die Segel setzen.

Hier drängten sich bereits 4.000 Besucher am Kai des Kommunalhafen um das Einfahren der Schiffe zu erleben. Jedes einzelne Schiff wurde begrüßt und die Besatzung sang von Bord aus ein Begrüßungslied. Nach dem alle festgemacht hatten bot sich ein einmaliger Blick auf die Takelage und großen Masten der Windjammern.  Maritim ging es dann auch in der Fischhalle weiter. Nach der Begrüßung durch den Organisator und Chef der ISSA-Deutschland Hans Rodax aus Hiddenhausen, der auch gleichzeitig Kommandant des Shantychor Hansestadt Herford ist. Bürgermeister Heiko Müller sprach: „Heiligen Hafen ist die Shantystadt!“

Dann bekamen die Gäste 20 Stunden Shantymusik an zweit Tagen in der Fischhalle zugehör. Der Herforder Chor Hansestadt, schaffte es auch hier die Besucher mitzureißen. Besonders mit den Solos und des stimmgewaltigen Chor waren die Menschen beeindruckt.

Was diese Festivals bewirken sollen, wurde hier spürbar, die Verbindung unter den Chören, zur Bevölkerung und der Traditionspflege des Shantygesangs.

Am Mittwoch ging es dann bei rauer See auf die Ostsee zum Segeln. Doch nicht lange, denn der Wind stärkte auf und man musste den schützenden Hafen aufsuchen. Am Donnerstag hatte sich die See etwas aber auch nur etwas beruhigt, wurde nach Laboe gesegelt. Wind und Regen peitschten über das Boot. Tief tauchte das Schiff in die Wellen. Auch hier zeigte die Herforder Besatzung ihr Können und unterstützte die Schiffcrew bei den Arbeiten.

Am Freitag ging es weiter nach Laboe. Auch hier säumten die Besucher die Kais. Beeindruckt ist bei diesem Hafen die Enge. Doch die Skipper parkten ihre Schiffe ein, als ob es nicht wäre.  Besser als mancher Autofahrer sein Auto. Nach der Begrüßung ging es dann ins Rathaus zur Eintragung in das Goldene Buch der Stadt. Am Freitag besuchten Abordnungen der einzelnen Chöre das Seefahrerdenkmal und legten einen Kranz für die auf See gebliebenen Menschen in aller Welt nieder. Bei den 13 Glockenschlägen vibrierte die Halle mit ein dumpfer – stampfender Ton. Danach war es nicht einfach wieder auf die Bühne zugehen und Shantys zusingen. Auch in Laboe überzeugte der Herforder Hansechor. Am Samstag um 23 Uhr wurde das Festival offiziell beendet. Dazu kamen alle 13 Chöre noch einmal auf die Bühne und sangen gemeinschaftlich das Abschlusslied.

2013, während der Internationalen Hansetage in Herford, wird ein Zeltdorf die Shantychöre der ISSA beherbergen, dann reisen sie weltweit an.